Das Herrenhaus Ohseln Ozolu muiža liegt mitten in Kurland, nur 19 Kilometer von Kuldiga und seinem berühmten Wasserfall entfernt. Eine asphaltierte Straße führt zum Gutshof selbst. Das Herrenhaus liegt auf einem kleinen Hügel und von seiner Gartenseite hat man einen schönen Blick auf den Park und den Teich.
Ohseln wurde erstmals 1526 erwähnt, als der Ordensmeister des Livländischen Ordens, Walter von Plettenberg, das Gut Gerhard von Dönhoff als Lehen übertrug. Bereits 1582 kaufte es Evert von der Brüggen. In dieser Familie blieb das Gut bis 1791. Später kamen noch die von Behr, von der Brinken und die von Recke in den Besitz von Ohseln. Der letzte Eigentümer des über 2000 ha großen Gutes, der im Zuge der lettischen Bodenreform enteignet wurde, war Silvio Broedrich.
Das heutige Gutshaus wurde 1870 erbaut. Es ist ein eingeschossiger, 9-achsiger Mauerwerksbau auf hohem Sockel, abgeschlossen mit einem Satteldach. An beiden Giebeln wurden zweigeschossige Flügelbauten mit einer Fenstergestaltung im Palladio-Stil angefügt. Das Dachgeschoss ist teilausgebaut.
Der ca. 2 ha große Park hat eine Reihe schöner Solitäre und einen großen Teich.
Seit 2018 werden das Haus und der Park entkernt und mit bescheidenen Mitteln saniert und zumindest teilweise bewohnbar gemacht.